Kreisverbände

Europäer im Kreis Göppingen im Gespräch mit Sascha Binder

Im Rahmen einer turnusmäßigen Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder der Europa-Union im Kreis zuversichtlich gezeigt, nach der Corona-Pause wieder loslegen zu können. „Wir haben viele Ideen und hoffentlich auch bald wieder die Möglichkeiten, die Menschen im Kreis von der Notwendigkeit eines gemeinsamen Europas zu überzeugen“, so der Kreisvorsitzende des Verbandes, Daniel Frey. Man habe, so der Vorsitzende weiter, zwar zuletzt keine Veranstaltungen durchführen oder Präsenz zeigen können, aber man habe dennoch immer wieder zu europäischen Themen Stellung genommen oder sich in Debatten eingebracht. Mit Blick auf das kommende Jahr wolle man, so Frey weiter, eine breite öffentliche Diskussion zu den Ergebnissen der „Konferenz zur Zukunft Europas“ anstoßen und die Netzwerkarbeit ausbauen: „Wir wollen vor allem mit den Akteuren in den Städtepartnerschaften und den Vertretern der europäischen Vereine ins Gespräch kommen“, so der Kreisvorsitzende weiter.

Zentrales Thema der Mitgliederversammlung war jedoch der Austausch mit dem Geislinger Landtagsabgeordneten Sascha Binder. In seinem Grußwort ging der Politiker, der seit vielen Jahren Mitglied der Europa-Union ist, auf die aktuellen Herausforderungen in Europa ein. Dabei sei es erforderlich, so der SPD- Politiker, dass die EU- Mitgliedsstaaten enger zusammenarbeiten und – mit Blick auf die Entwicklung in Polen – die Einhaltung der Gemeinschaftsstandards pochen. „Die gemeinsamen Regelungen müssen nicht nur eingehalten, sondern auch durchgesetzt werden“, so Binder weiter. Von den politischen Akteuren im Land forderte er, den „Vier Motoren für Europa“ also der Arbeitsgemeinschaft zwischen Baden-Württemberg, Katalonien, der Region Lombardei und der französischen Region Rhône-Alpes wieder eine größere Bedeutung zukommen zu lassen. Lobend erwähnte er dagegen, die geplante Eröffnung eines Verbindungsbüros des Landes in Großbritannien. „Auch nach dem Brexit bleibt das Vereinigte Königreich ein wichtiger Partner für Baden-Württemberg und seine Wirtschaft“, so Binder abschließen.