FDS: Preisverleihung Europäischer Wettbewerb 2026

Schüler bekommen Preise für ihre Arbeiten zum Europäischen Wettbewerb

Was verbinden Freudenstädter Kinder und Jugendliche mit Europa? Schülerinnen und Schüler gaben beim Europäischen Wettbewerb kunstvolle Antworten auf diese Frage. Rund 30 von ihnen erhielten dafür einen Preis.
Die Verleihung fand am Montag im Großen Ratssaal statt. Oberbürgermeister Adrian Sonder, Vize-Vorsitzender der Europa-Union Freudenstadt, unterhielt sich mit den erfolgreichen Teilnehmern und überreichte die Urkunden sowie Geschenke der Stadt: Freikarten für das Panorama-Bad.
„Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ lautete das Motto des mittlerweile 73. Wettbewerbs, der seit 1953 ausgelobt wird. 75.000 Schülerinnen und Schüler nahmen deutschlandweit daran teil, so viele wie noch nie, davon alleine etwa 22.000 aus Baden-Württemberg. Aus Freudenstadt stellten sich Klassen der Stufen fünf bis acht der Kepler-Werkrealschule mit ihren Lehrerinnen Kerstin Neubert, Laura Neumayer und Miriam Penjueli sowie Fünftklässler der Falkenrealschule mit ihrer Lehrerin Bettina Wichmann-Raisch der Aufgabe. Rund 30 von Ihnen erhielten für ihre Arbeiten Ortspreise. Bei der Ehrung mit dabei war außerdem Julia Armbruster, Konrektorin der Falkenrealschule.
Was die Teilnehmer gut an Europa finden und welche Themen ihnen Sorgen bereiten, darüber unterhielt sich der Oberbürgermeister mit den jungen Menschen. Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Reisefreiheit, Frieden, Wohlstand und Bildungschancen – das sind Errungenschaften, die es zu verteidigen gilt. In diesem Punkt waren sich alle einig. „Diese Freiheiten wurden in Europa hart erkämpft und gleichzeitig sind sie keine Selbstverständlichkeit. Gerade in der heutigen Zeit sind wir uns dieser Privilegien nicht ausreichend bewusst“, so Sonder.

Demokratie ist nicht weltweit die Norm, sondern die Ausnahme. Woran man einen autoritären Staat erkennt, kann jeder leicht selbst prüfen, so Sonder: „Wenn man sich in Freudenstadt auf den Marktplatz stellt und die Regierung lauthals kritisiert, geht man in Deutschland einfach nach Hause, in vielen anderen Ländern hingegen erst mal für ein paar Tage ins Gefängnis“, so Sonder.
Respekt, zweites Unterthema des aktuellen Wettbewerbs, hat viele Formen, wie die Fragerunde mit den Schülern zeigte: durch Offenheit und Freundlichkeit gegenüber Fremden, sich bei Fehlern zu entschuldigen, älteren Menschen den Sitzplatz in Bussen und Bahnen zu überlassen oder den Anstand, seinen Müll in Abfallkörbe zu stecken und nicht einfach auf Straße oder Spielplätzen liegen zu lassen.

Bildbeschreibung:
Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen sowie Oberbürgermeister Adrian Sonder und Fabienne Janz von der Stadtverwaltung. Fotos: Mauthe/Stadtverwaltung