Baden-Baden/Rastatt: Forum Zukunft und Europa-Union diskutieren über Frieden, Demokratie und die Zukunft Europas

Europa und der Zustand der Zivilgesellschaft standen im Mittelpunkt einer gut besuchten und lebhaft diskutierten Veranstaltung des Forum Zukunft gemeinsam mit der Europa-Union im Kulturhaus LA8 in Baden-Baden.
Gastrednerin war Dr. Anna-Maija Mertens, Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland und überzeugte Verfechterin eines föderalen Europas. In ihrem Vortrag zeichnete sie zunächst die historisch bedeutsamen Beziehungen ihrer Heimat Finnland zu den Nachbarstaaten Russland und Schweden nach und erläuterte anschließend die komplexen politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge, die diese Beziehungen bis heute prägen.
„Frieden kommt nicht automatisch. Er muss erkämpft, gestaltet und geschützt werden“, betonte Dr. Mertens. Frieden bedeute weit mehr als das bloße Ausbleiben militärischer Konflikte. Vielmehr müsse er im Alltag erfahrbar werden. Konflikte in einer freien Gesellschaft müssten auf allen Ebenen offen ausgetragen und angesprochen werden, bevor sie eskalieren können.
Am Beispiel Finnlands verdeutlichte sie, wie eine resiliente Zivilgesellschaft funktionieren kann und welche Voraussetzungen notwendig sind, damit sich eine Bevölkerung auf gesellschaftliche und politische Herausforderungen vorbereitet und diesen erfolgreich begegnet.
Im Anschluss entwickelte sich eine engagierte Diskussion mit dem Publikum über die Zukunft Europas, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bedeutung demokratischer Teilhabe.
Werner Henn, Vorsitzender des Forum Zukunft und zugleich Vorsitzender der Europa-Union Baden-Baden/Rastatt, zeigte sich erfreut über den gelungenen Abend: „Die Europäische Bewegung und die Europa-Union verfolgen dieselben Ziele. Unabhängig von parteipolitischen Überzeugungen, Alter, Beruf, Herkunft oder Staatsangehörigkeit setzen wir uns für ein gemeinsames Ziel ein: ein friedliches und freiheitliches Europa, das transparent, demokratisch und handlungsfähig ist.“
Die Veranstaltung machte deutlich, dass das europäische Friedensprojekt angesichts aktueller Herausforderungen vor großen Aufgaben steht – zugleich aber von einer aktiven Zivilgesellschaft und dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger lebt.

Foto: Peter Quirin

v.l.n.r Andra Habel, Schatzmeisterin der Europa-Union BAD/RA, Werner Henn, Vors. Forum Zukunft und Europa-Union KV, Dr. Anna-Maija Mertens, Präsidentin EBD