LÖ: „Drei Länder, zwei Beine, ein Europa!“: Rund 70 Bürgerinnen und Bürger feiern den Europatag beim Dreiland-Spaziergang

LÖRRACH / BASEL / Huningue / WEIL AM RHEIN. Ein starkes Zeichen für das gelebte Europa setzten Daniela Meier, Kreisvorsitzende der Europa-Union Lörrach, und Schirmherrin Oberbürgermeisterin Diana Stöcker mit rund 70 Teilnehmenden beim grenzübergreifenden Dreiland-Spaziergang am Europatag, Samstag, den 9. Mai 2026. Für den Kreisverband der Europa-Union war diese Dreiland-Aktion eine Premiere. Es war die erste grenzüberschreitende Veranstaltung, zumindest seit der Wiedergründung im Jahr 2014.
Mit den Worten „Drei Länder, zwei Beine, ein Europa!“ nahm die Kreisvorsitzende der Europa-Union Lörrach die Gäste mit auf die vier Kilometer lange Route von der Dreirosenbrücke in Basel über Huningue bis nach Weil am Rhein. Die gemeinsame Aktion der Europa-Union Lörrach, der Europäischen Bewegung Schweiz (Sektion Basel) sowie weiterer regionale Partner machte die „Grenzenlose Vielfalt“ im Herzen Europas direkt erlebbar. Die Teilnehmenden zeigten sich restlos begeistert: Neben viel Lob für die hervorragende Organisation hoben die Gäste vor allem den hohen Informationsfaktor und die vielen neuen Erkenntnisse über ihre eigene Nachbarschaft hervor.

Spannende Zeitreise von Kelten bis zur Moderne
Meier begrüßte die Gäste auch im Namen von Sven Bisang, Vizepräsident der Europäischen Bewegung Schweiz (Sektion Basel), an der Basler Dreirosenbrücke gemeinsam mit dem Basler Großrat Tim Cuénod. Auf der Route quer durch die trinationale Region boten hochkarätige Experten an fünf Stationen lebhafte Impulse.

Der Historiker Markus Moehring beleuchtete die historische Tiefe der Region: von der keltischen Besiedlung über den Wandel Kleinhüningens zum bedeutendsten Schweizer Hafen bis hin zur Geschichte der französischen Festung Vauban in Huningue. Auf der Dreiländerbrücke erfuhren die Gäste, wie Brücken und Fähren die Ufer früher trennten und heute verbinden.

Kulturelle Brücken und das Hebel-Gedenkjahr
Die gemeinsame alemannische Sprache stand an der Station Rue des Trois Frontières im Mittelpunkt. Vivienne Gaskell, Präsidentin des Kulturvereins der Elsass-Freunde Basel, gab Einblicke in den Dreyland-Dichterweg. Zum Hebel-Gedenkjahr 2026 würdigte die Gruppe das Werk des badischen Dichters Johann Peter Hebel zu dessen 200. Todestag. Roland Christ, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein, lenkte zudem den Blick auf die moderne Architektur des Novartis-Pavillons und die sehenswerte Ausstellung Wonders of Medicine.

Zukunftsvisionen und trinationaler Abschluss
Den glanzvollen Abschluss fand der Spaziergang im Rheinpark Weil am Rhein. Schirmherrin und Oberbürgermeisterin Diana Stöcker stellte dort das zukunftsweisende, grenzübergreifende Stadtentwicklungsvorhaben „3Land-Projekt“ vor, dessen erste Meilensteine die Spaziergänger bereits auf dem Weg bestaunen konnten. Auch sie zeigte sich begeistert: „Hier bei uns im Dreiländereck lebt Europa. Geschichte, Kultur und moderne Stadtentwicklung fließen hier ganz natürlich ineinander. Mit diesem Spaziergang haben wir gezeigt, dass unsere trinationalen Wurzeln stärker denn je sind.
Um dieses starke Fundament weiter zu festigen, sammelten Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Daniela Meier noch vor Ort Ideen für eine weitere gemeinsame Veranstaltung zum Europatag 2027.

Zum Abschluss lud die Rathauschefin mit den Veranstaltern zu einem wohlverdienten, typischen Dreiland-Apéro ein.
Das Team des DRK Weil am Rhein-Haltingen um den Vorsitzenden Klaus-Michael Effert und Bereitschaftsleiter Stefan Ohm übernahm die Bewirtung, während der Schwarzwaldverein Weil am Rhein für die Sicherheit auf den Wegstrecken sorgte. Die Teilnehmenden nutzten die lockere Atmosphäre im Rheinpark ausgiebig für vertiefende Gespräche und trinationale Begegnungen. Das Fazit des Tages war eindeutig: Das Dreiländereck ist ein Ort, an dem Europa nicht nur verwaltet, sondern jeden Tag aktiv und harmonisch gelebt wird.

Bildquelle: Diana Stöcker