Am 9. Mai wird europaweit der Europatag gefeiert und dabei der Schuman-Erklärung, sowie der damit verbundene Geburtsstunde der Europäischen Union gedacht. "Europa steht vor großen Herausforderungen die es gemeinsam zu lösen gilt", so die Vorsitzende der Europa-Union im Südwesten, Evelyne Gebhardt MdEP. „Zwar stehen EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien vor der Tür und ein beträchtlicher Teil der französischen Bevölkerung hat einer rechtsextremen und EU-feindlichen Politikerin das Vertrauen ausgesprochen. Die Mehrheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger will aber nach wie vor ein vereintes Europa, in Deutschland sogar eine deutliche Mehrheit. Es bleibt dabei: Wir feiern den 9. Mai“, so die Landesvorsitzende weiter.

„Es gibt keinen Grund zu resignieren. Wir haben unsere Zukunft selbst in der Hand und erst, wenn wir das vergessen, ist sie wirklich in Gefahr“, unterstreicht Gebhardt. Jeder und jede einzelne könnten dazu beitragen, dass die Gräben in Europa wieder geschlossen würden. „Pflegen wir unsere grenzüberschreitenden Freundschaften und interessierten wir uns für die Sorgen unserer europäischen Nachbarn! Zeigen wir Flagge für Europa! Es gibt starke Argumente, mit denen wir Nationalismus und EU-Feindlichkeit entgegentreten können. Ob im Alltag, bei Kundgebungen oder in den sozialen Medien: Populismus und Europafeindlichkeit können nur dort gedeihen, wo sie keinen Widerspruch ernten. Die EU braucht mutige Bürger, die sich offen zu der europäischen Idee und den europäischen Werten bekennen“, appelliert die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.

„Die Mitgliedstaaten der EU stehen zweifellos vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Verunsicherung breiter Bevölkerungsteile ist verständlich. Es ist aber ein Trugschluss zu glauben, dass die wirtschaftlichen, sozialen und sicherheitspolitischen Fragen in nationalen Alleingängen gelöst werden können, von den globalen Themen ganz zu schweigen“, so Gebhardt weiter.

„Wer die EU abschaffen möchte, zerstört nicht nur seine eigene Zukunft, sondern auch die seiner Kinder und Enkel“, warnt die Landesvorsitzende. Gerade die junge Generation fühle sich in einem geeinten Europa zu Hause. So hätten auch in Großbritannien junge Erwachsene mehrheitlich für einen Verbleib ihres Landes in der EU gestimmt. Ein Blick in die blutige Geschichte des Kontinents und die Konflikte in anderen Teilen der Welt zeige zudem, was für eine große Errungenschaft die auf freiheitlichen Werten und gemeinschaftlichem Recht gegründete Europäische Union sei.

„Wie soll es mit der EU nun weitergehen? Diese Frage muss dringend beantwortet werden“, betont Gebhardt. Die Europa-Union begrüße daher das „Weißbuch zur Zukunft der EU“, welches die Europäische Kommission Anfang März veröffentlicht hat. In fünf Szenarien werden dort mögliche Optionen der weiteren Zusammenarbeit auf EU-Ebene zur Diskussion gestellt. „Die Europa-Union wird sich in die Debatte intensiv einbringen“, kündigt Vorsitzende an. „Ob beim Thema Soziales Europa, Außenpolitik oder Migration: Wir wünschen uns eine bessere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und werden uns dafür starkmachen“, so Gebhardt abschließend.

07.05.2017 | 107 Aufrufe