Sehr geehrte Damen und Herren, 

 
am kommenden Sonntag geht es um nichts weniger als um die Zukunft Frankreichs in Europa. Mit Marine Le Pen von der rechtspopulistischen Partei Front National steht eine der profiliertesten Europaskeptikerin einem begeisterten Freund der Europäischen Integration, Emmanuel Macron von der Bewegung “En Marche”, gegenüber. Die Tatsache, dass viele Politiker und auch Medienvertreter Emmanuel Macron schon zum neuen Präsidenten Frankreichs ausgerufen haben, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wahl so offen ist wie nie zuvor. In den letzten Tagen haben sich die Wahlumfragen in erheblichem Maß zu Gunsten der Rechtspopulisten Le Pen verändert. Es wird also in jedem Fall eine spannende Wahl am Sonntag. 
 
Aber nach der Präsidentschaftswahl ist in Frankreich vor der Parlamentswahl. Unabhängig davon wer am Sonntag in der Stichwahl um das Amt des französischen Präsidenten das Rennen macht, wird die Wahl zur französischen Nationalversammlung unter außergewöhnlichen Bedingungen stattfinden. Zum ersten Mal seit Zeiten der fünften Republik in Frankreich wird der/die Präsident/-in nicht von einer der beiden großen Parteien in Frankreich gestellt werden. Es wird mit Sicherheit interessant zu beobachten, welche Strategien der/die neue Präsident/-in anwendet, um sich eine stabile Mehrheit in der Assemblèe Nationale zu sichern. Von dem Erfolg dieser Strategie hängt das politische Schicksal eines der wichtigsten Mitglieder der Europäischen Union ab. Diese unter außergewöhnlichen Bedingungen stattfindende Wahl zur französischen Nationalversammlung hat also auch für uns eine enorme Relevanz. 
 
Vor diesem Hintergrund lädt Sie die Europa-Union Tübingen am Freitag, den 19. Mai 2017, ganz herzlich zu der Podiumsdiskussion “Frankreich nach den Präsidentschaftswahlen” ein. Die Veranstaltung findet ab 20:00 im Institut Culturel Franco-Allemand in der Doblerstraße 25, Tübingen, statt. Diskutieren werden Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix, Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte und Kultur des heutigen Deutschlands an der Université Paris-Sorbonne (Paris IV) und Preisträgerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg 2017, Guillaume Duval, Chefredakteur der Zeitschrift „Alternatives Economiques“ und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu den Wirtschaftsmodellen Frankreichs und Deutschlands sowie Prof. Dr. Gabriele Abels, Inhaberin des Jean-Monnet Lehrstuhls und Professorin für „politische Systeme Deutschlands und der EU sowie Europäische Integration“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach der Diskussion besteht für die Zuschauer die Möglichkeit den Diskussionsteilnehmern Fragen zu stellen und ihre Meinung zu angesprochenen Themen in die Diskussion einzubringen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut Culturel Franco-Allemand in Tübingen statt. 
 
Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen. 
Hier nochmal alle Daten auf einen Blick: 
Podiumsdiskussion “Frankreich nach den Präsidentschaftswahlen”
Freitag, 19.05.17, 20-22 Uhr
Institut Culturel Franco-Allemand, Doblerstraße 25
Tübingen
 
Bei Rückfragen oder dem Bedarf weiterer Information, wenden Sie sich gerne an Frau Prof. Dr. Gabriele Abels (gabriele.abels@uni-tuebingen.de).
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Alexander Schilin

Datum
Freitag, 19.05.2017 20:00 - 22:00
Wo
Doblerstraße 25, 72074 Tübingen, Deutschland